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Achat des Monats:
Mai 2016
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Bayerische Achate

 

Blick vom Kornberg auf Waldeck, März 2009 
                                                                                                                  Foto: Heiko Bethke, März 2009 

Blick vom Gipfel des Kornberges bei Erbendorf-Schadenreuth auf den Waldecker Schloßberg. Im Hintergrund sind weitere oberpfälzische Vulkankegel zu sehen.

Von einer regen vulkanische Tätigkeit Nordost-Bayerns zeugen die beiden permischen Kuppen des Kornberges, die im "Rotliegenden" vor ca. 260 Mio. Jahren entstanden sind. Der Basaltkegel des Waldecker Schloßberges hingegen, bildete sich erst wesentlich später, im Tertiär, vor ca. 21 Mio. Jahren. Der deutsche Geognostiker Carl Wilhelm von Gümbel (1823 - 1898) beschreibt beide Punkte als Fundstellen für Achat bzw. von Achatjaspis. Regelmäßige Schwarmbeben im nahegelegenen Egergraben, die allerdings selten spürbar sind, belegen die bis in die heutige Zeit andauernde vulkanische Aktivität.

Netzaberg  
Blick vom Netzaberg auf den Basaltkegel des Rauhen Kulms   Foto: Heiko Bethke, Aug. 2009
 

In vielen Bundesländern Deutschlands können Achate gefunden werden. Bayern zählt zwar nicht zu dem Bundesland, wo besonders farbenprächtige Achate und ergiebige Fundstellen vorhanden sind, aber man kann auch hier durchaus sammelwürdige Stücke finden. 

In der Literatur werden bayerische Fundstellen seltener beschrieben, was dazu beigetragen hat, dass diese Achate weniger bekannt geworden sind. Bei der Definition von Achat gab es zu damaliger Zeit unterschiedliche Auffassungen im Vergleich zu heute. Achate werden jetzt als gebänderte Chalzedone (Rudolf Rykart, Quarz-Monographie, 1995) definiert. Im 18 Jahrhundert beispielsweise, bezeichnete man auch gebänderte Hornsteinknollen aus Meeresablagerungen als "Agath", während gebänderte oder ungebänderte Chalzedongänge meist nur als Hornsteine (Gümbel) bezeichnet wurden. Man beschränkte sich bei der Definition Achat auf rundliche und mandelförmige Stücke.

"Der Agath und Onix so bey Sanspareil gefunden wird, lieget auf denen Äckern und macht sich daselbst rar, weil er von denen Naturalien Sammlern sehr abgelesen wird, wenn man aber danach schürfet, so findet man schöne und seltene Stücke besonders in Kugeln, die die Mühe reichlich belohnen." So schrieb Freiherr Carl Friedrich Reinhard von Gemmingen (1739-1822) in einem Brief an die Markgräfin Caroline Louise von Baden (1723-1783). Bei Sanspareil werden allerdings weder Achat oder Onyx gefunden. Lediglich gebänderte Hornsteinknollen aus Meeresablagerungen kommen dort vor. Dies belegt, dass die Bezeichnung Achat im 18. Jahrhundert eine andere als heute war.  

Die untenstehenden Bilder zeigen zwei Oberpfälzer Achate. Im Bild links, ein typisch braun-gebänderter Achat aus den Schottern der Ur-Naab. Das Bild rechts zeigt einen Achat aus dem "Rotliegenden" NO-Bayerns.

Naab-Achat 10,5 cm

Im Fluss abgerollter (fluviatiler) typischer Gangachat mit der Grösse von 10,5 cm, entstammt wahrscheinlich den Quarz,-und Chalzedongängen des kristallinen Grundgebirges.    Der Achat wurde in den Naabkiesen gefunden.

 

Achat 6 cm aus dem Rotliegenden

An Ort und Stelle entstandener (autochtoner) Festungsachat in der Grösse von 6 cm 

 

 

                                    

Kulmbach 6 cm
"Arkadenachat" aus Kulmbach, Oberfranken, BB 6 cm

 

 

Die Flussgeschichte Bayerns

 

 

 

 

 

 

 

 



 
 
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© 2006 by Heiko Bethke